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Aber der Kaiser trägt gar keine Kleider!

Blog von Wladimir Krasnow, Andrej Borodins Anwalt, auf der Website von „Echo Moskwy”

Heute hat also Andrej Borodin eine sehr wichtige Stellungnahme abgegeben (siehe Borodins Blog vom 31. August).

Wie die Anwälte verlauten lassen, sei der Grund und Anlass für diese Stellungnahme eine neue Kampagne gewesen, die von den regierungsnahen Medien im Hinblick auf die „neuen Vorwürfe“ eingeleitet wurde. Am 29. August berichteten Fernsehsender wie „Russia Today“, NTV, Itar-Tass, RIA-Nowosti wie auf Kommando (obwohl, warum eigentlich ‚wie‘ auf?) und weitere Sender, die es ihnen gleichtaten, erfreut darüber, dass der Untersuchungsausschuss des russischen Innenministeriums „neue Fragen“ an Andrej Borodin und seine Partner hätte. Die logische Schlussfolgerung zu diesen Bacchanalen wurde am 30. August in der russischen Tageszeitung ‚Rossijskaja Gaseta‘ veröffentlicht.

Angesichts dessen, wie viel bereits darüber berichtet wurde und wie viele derartige „Geschichten“ noch erwähnt werden, ist es nicht gerade interessant, diese „neuen“ Behauptungen ständig zu wiederholen.

Etwas Anderes ist jedoch interessant.

Andrej Borodin weist zu Recht auf die Tatsache hin, dass diese weitere Panik in der Presse eine Reaktion auf seine schwierigen Fragen über das Schicksal der 103 Milliarden Rubel sowie über die Gültigkeit und das Ausmaß (1 % des BIPs) der Beteiligung der Bürger an der „Rettung“ der Bank ist, die die VTB durch eine feindliche Übernahme erwarb. Auch seine rhetorischen Fragen, wer von dieser Rettung profitiert haben könnte, sind ziemlich unangenehm…