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Andrej Borodins Stellungnahme zum Antrag der VTB auf staatliche Beihilfen

Vor wenigen Wochen sagte ich, wie überrascht ich über die Vermutung war, dass die VTB aufgrund ihres Erwerbs einer Beteiligung an der Bank of Moscow staatliche Beihilfen benötigen würde. Nun aber schockiert mich, wie uns alle, der Betrag der Rettungsaktion in Höhe von 14 Milliarden US-Dollar, den die Zentralbank soeben bekannt gegeben hat.

Ich möchte Sie daran erinnern, dass die Bank of Moscow unter meiner Leitung ab 2007 einer der wenigen Banken in Russland war, die über ein Investment Grade Rating verfügten und einige der führenden internationalen Banken wie zum Beispiel Goldman Sachs, JPMorganChase und Credit Suisse zu ihren Aktionären zählen konnte.

In meiner Stellungnahme, die Anfang dieser Woche veröffentlicht wurde, sprach ich davon, dass zahlreiche Tatsachen hinsichtlich der feindlichen Übernahme der Bank of Moscow durch die VTB den Schluss zulassen, dass der Hauptbeweggrund hinter diesem Kontrollwechsel bei der Bank of Moscow auf politische Gründe zurückzuführen sei. Diese jüngste Ankündigung der Zentralbank, dass sie der VTB finanzielle Beihilfen gewähren würde, um die VTB bei der Abwicklung dieser vermeintlichen und nicht offengelegten Problemkredite der Bank of Moscow zu unterstützen, untermauert diese Schlussfolgerung nur noch mehr.