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Der Jahresabschluss der Bank of Moscow ist noch offen

Es scheint, als verschlechtere sich die Lage der Bank of Moscow zunehmend. In den russischen Medien ist heute berichtet worden, dass der (durch die VTB ernannte) Vorstand der Bank of Moscow nicht in der Lage gewesen sei, den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 zu unterzeichnen, der in der nächsten Hauptversammlung zur Zustimmung vorgelegt werden sollte. Die Bank konnte sich mit den Wirtschaftsprüfern nicht über deren Beurteilung des Geschäftsberichtes einigen, der gemäß den internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen erstellt worden war. Der Prüfungsausschuss der Bank verlor ein weiteres Mitglied, da nun auch der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Konstantin Popow, zurückgetreten ist.

Kann die VTB diese Situation meistern oder ist dies ein weiterer Beweis dafür, dass der Verkauf der Aktien der Bank of Moscow an die VTB eine wirtschaftliche Fehlentscheidung war? Die heutige Nachricht könnte etliche negativen Konsequenzen wie zum Beispiel unzufriedene Aktionäre oder den Verlust von Kunden und Investoren mit sich bringen sowie dem Ruf der Bank als glaubwürdiges Finanzinstitut einen irreversiblen Schaden zufügen.

Zum ersten Mal seit Bestehen der Bank ist der Geschäftsbericht der Bank of Moscow auf diese Art und Weise erstellt worden. Der letzte Konzernabschluss der Bank wurde im November 2010 veröffentlicht.

Einen aktuellen Zeitungsartikel zu diesem Thema finden Sie hier.